Pavillon für die neue Mitte in Altmorschen

Pavillon für die neue Mitte in Altmorschen

Erschienen auf HNA.de 21.04.19 11:00



Neues Element für den Waltari-Bergmann-Platz: Der preisgekrönte Entwurf des Architekturstudenten Marcos Reik Cruz (links) soll künftig den Platz in der Mitte Altmorschens zieren. Mit im Bild Sandrino Sandinista Sander, künstlerischer Leiter des Ars Natura. © Barbara Kamisli


Ein würfelförmiger Bau mit dem Titel Tempel M soll künftig den Waltari-Bergmann-Platz in Altmorschen zieren.Der Tourismuspavillon ist ein Entwurf des Kasseler Architekturstudenten Marcos Reik Cruz, der damit 2016 den Wettbewerb Idee und Form gewonnen hat.

Das Besondere ist die Dachkonstruktion des Würfels. Die Dachflächen fallen nach innen ab und haben eine Öffnung, durch die der Regen wie ein Wasserfall in das Gebäude eingelassen wird und über ein Auffangbecken wieder nach außen geleitet wird. Dadurch soll die Verbindung zwischen den Menschen, die in dem Pavillon zum Beispiel Schutz vor Regen suchen, und der Natur geschaffen werden.

Eine rahmenartige Öffnung in einer der Seitenwände soll den Blick aufs Kloster freigeben. „Das Kloster wird sozusagen zum Bild“, sagt Sandrino Sandinista Sander, der künstlerische Leiter des  Ars Natura. Für den Wettbewerb Idee und Form, den es seit 2012 gibt, arbeitet die Ars-Natura-Stiftung mit der Universität Kassel zusammen. Und noch eine Verbindung gibt es in Morschen zum Ars Natura: Der Pavillon soll Ausgangs- und Zielpunkt des Ars-Natura-Rundwanderweges werden, der in Morschen entstehen soll.

Die 3,30 Meter mal 3,30 Meter große Holzkonstruktion soll außen mit Schiefer verkleidet werden. Im Inneren werden Touristen Informationen über Radwege, Gewerbebetrieb, das Kloster und vieles mehr finden.Derzeit liefe die Ausschreibung, im Mai beziehungsweise Juni soll der Pavillon gebaut werden. Reik Cruz wird die Arbeiten begleiten. „Es ist schon außergewöhnlich, dass jemand der noch nicht fertig ist mit dem Studium, ein Projekt umsetzen kann“ , sagt der 27-Jährige.

Kosten wird die Umsetzung des Tempel M laut Ulrike Fleischert vom Bauamt der Gemeinde Morschen 15 000 Euro. Diese Summe werde zu 60 Prozent vom Land Hessen gefördert. Den Rest trägt die Gemeinde Morschen, die aber laut Fleischert noch Sponsoren für die Finanzierung gewinnen will.

IGOR VRÁNA

Dipl.-Ing. Architekt

Schlangenweg 19

34117 Kassel